Oh du stressige…

Oh du stressige...

Oh du stressige Weihnachtszeit…

Warum wirken die meisten Menschen vor Weihnachten um ein vielfaches gestresster als sonst? Hatte die Adventszeit ursprünglich nicht eine ganz andere Bedeutung?

Was früher als ruhige besinnliche Zeit galt ist heute alles andere als besinnlich. Im Gegenteil, die Vorweihnachtszeit gilt als die stressigste Zeit im ganzen Jahr. Zumindest wird sie von vielen als solche wahrgenommen.

Die Weihnachtszeit muss nicht stressig sein. Entfliehe dem vorweihnachtlichen Stress und gewinne trotz allem Trubel ein paar Momente für dich.

Wie das geht?

Probiere es mit Achtsamkeit. Diese kurze Achtsamkeitsmeditation kann dir helfen ein Stück der besinnlichen Zeit zurückzugewinnen. Du kommst stressfrei durch den Advent und tust deinem Körper und Geist etwas Gutes.

Konzentriere dich einfach immer wieder ein paar Momente auf deine Sinne. Halte einen Moment inne und mache dir die Dinge bewusst, die du gerade machst. Du kannst es in den verschiedensten Situationen ausprobieren.

  1. Achte auf deine Atmung während du durch das Getümmel in der Fußgängerzone läufst. Atme bewusst ein und aus und gleiche die Atmung auf deine Schritte ab. Es ist wie eine Meditation im Gehen. Atme drei Schritte ein und drei wieder aus und spüre wie du dabei ruhiger wirst und sich deine Atmung mit deinen Schritten mehr und mehr in Einklang kommt. Diese Art der Gehmeditation kannst du immer mal wieder in deinen Alltag einbauen. Auch auf dem Weg zur U-Bahn.
  1. Konzentriere dich auf die Gerüche in deiner Umgebung. Vielleicht riecht es schon nach Schnee? Spürst du den Nebel oder die Kälte im Gesicht? Vielleicht riecht es nach gebrannten Mandeln, nach Lebkuchen? Fühle wie sich der Winter anfühlt!
  1. Bleibe einen kurzen Moment stehen und schaue dir deine Umgebung an! Schaue mal nach oben. Vielleicht siehst du Dächer und Türmchen in der Stadt, die dir noch nie zuvor aufgefallen sind. Vielleicht sind sie schneebedeckt und schimmern in den Spiegellichtern der Weihnachtsmärkte. Mache dir die Schönheit mancher Dinge klar, die du so nicht wahrnehmen würdest. Bleibe an Schaufenstern stehen und entdecke Details der Dekoration. Bleibe achtsam und beobachte immer wieder deine Atmung.
  1. Weihnachten ist auch die Zeit des Genusses. Es gibt Plätzchen, Lebkuchen, Glühwein und an Weihnachten selbst meist ein großes Festessen. Wie leicht passiert es, dass wir anfangen, eines nach dem anderen zu verschlingen. Wenn du merkst, dass du das einzelne Plätzchen nicht mehr schmeckst, halte inne.  Achte bewusst auf die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Nehme die Gewürze wahr, achte darauf wie sie schmecken. Esse und genieße bewusst.
  1. Schenken mit Freude. Freude beim Schenken entsteht, wenn sich nicht nur der Beschenkte freut, sondern auch du Freude beim Schenken hast. Dinge selbst herstellen machen Freude oder warum nicht einmal gemeinsame Zeit verschenken? Die Freude und das Glück steckt meist in den kleinen Sachen.

Advent kommt vom lateinischen advenire und bedeutet ankommen. Die Zeit vor Weihnachten ist dafür da zu sich zu finden, bei sich anzukommen.

Wenn man mehr Momente achtsam und bewusst erlebt, kann man entschleunigen und dabei den Stresspegel senken. Die Atmung steht dabei in direktem Kontakt mit dem vegetativen Nervensystem, das auch Anspannungs- und Entspannungszustände ermöglicht.

“Eile nur mit Weile”

Verschiedene Atemtechniken, Meditation und Achtsamkeitstraining haben nachweislichen Einfluss auf das vegetative Nervensystem und wirken geistiger Überaktivität und Erschöpfungszuständen entgegen. Die Ausschüttung der Stresshormone wird gehemmt und die Energiespeicher können aufgefüllt werden. Aber nur, wenn wir uns genügend Zeit dafür geben, ausreichende Ruhephasen in unserem Alltag zulassen und bei uns selbst ankommen.