Vitamin D zur Prävention gegen Infekte

Vitamin D zur Prävention gegen Infekte

Vitamin D zur Prävention gegen Infekte

Mit dem meteorologischen Herbstbeginn endet nicht nur der Sommer, sondern auch die Sonnenstunden nehmen täglich ab. Was dabei zu kurz kommt ist die UVB-Strahlung, die für die hauteigene Vitamin-D-Produktion so wichtig ist. Über die Nahrung ist Vitamin D nur begrenzt verfügbar.

Die aktuelle Studienlage belegt, dass es aber gerade ab Herbst sinnvoll ist, Vitamin-D-Präparate einzunehmen, da Vitamin D großen Einfluss auf das Immunsystem hat und durch regelmäßige Substitution präventiv auf Infekte und sogar auf Infektionskrankheiten wirkt. Das belegen auch zahlreiche Studien wie Zittermann et al. (2015) zusammengefasst haben.

Vitamin D und die Immunabwehr

Untersuchungen zeigen, dass Vitamin D die Synthese von entzündungsfördernden Botenstoffen unterdrückt, es beeinflusst die spezifische Immunantwort, indem es die Anzahl der natürlichen Killerzellen erhöht und bekämpft dadurch Infektionen durch Parasiten, Protozoen und Pilze.

Vitamin D und Infekte des oberen Respirationstrakts

Aus einer finnischen Studie geht hervor, dass Patienten mit einem Vitamin D-Spiegel <16 ng/ml (Idealbereich: 70-110 ng/ml) signifikant häufiger dienstunfähig waren, als jene mit höheren Spiegeln. Daraufhin wurde eine randomisiert kontrollierte Studie durchgeführt, bei der zwei Gruppen über die Wintermonate 400IE Vitamin D oder ein Placebo bekamen. Es hat sich gezeigt, dass die Krankheitstage in der Vitamin D Interventionsgruppe im Mittel niedriger waren als in der Placebogruppe. Bergman et al. publizierten 2013 eine Metaanalyse von randomisiert kontrollierten Studien, die den Einfluss einer Vitamin-D-Einnahme auf das Risiko für Infektionen der Atemwege systematisch anlysierten. Die 11 Studien, die eingeschlossen wurden ergaben, dass das Infektionsrisiko durch Vitamin-D-Gabe um ein Drittel gesenkt wurden.

Vitamin D und Infektionskrankheiten

Die Metallanalyse zeigte, dass durch eine tägliche oder wöchentliche Gabe von Vitamin D eine latente Reaktivierung des Epstein-Barr-Virus verhindert werden kann, und zwar umso besser, je höher der Spiegel ist. Ebenso ließ sich in Interventionsstudien nachweisen, dass sich der Therapieerfolg bei Hepatitis-C-Infektionen durch eine Vitamin-D-Gabe verbessert.

Im ZSMED raten wir sogar zur ganzjährigen Einnahme von Vitamin D (individuell dosiert), da auch Patienten, deren Vitamin D-Wert in den Sommermonaten gemessen wird, nie über dem empfohlenen Idealwert von 70 ng/ml liegen.

 

Quelle:

Zittermann, A. et al. (2015) Vitamin D und Infektanfälligkeit. In: Aktuelle Ernährungsmedizin; Jg.40; August 2015, S. 240-246.

Bergman, P. et al (2013). Vitamin D and Respiratory Infections: A Systemic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. PloS One; 2013; 8: e65835

 

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